Vogelfütterung im Winter

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Bei den aktuellen milden Temperaturen sind die Vögel nicht auf Fütterung angewiesen. natur&ëmwelt gibt Informationen und Tipps zur richtigen Winterfütterung.


Im Winter richten zahlreiche Naturfreunde Futterstellen für die Vögel in ihren Gärten ein. Dies ist eine gut gemeinte Geste und hilft einigen Vögeln den Winter bei extremen Witterungsverhältnissen wie geschlossener Schneedecke, starkem Dauerfrost oder Vereisung, zu überstehen.


 Außerdem ermöglicht es naturverbundenen Menschen, Vögeln aus kurzer Entfernung bei der Futtersuche zuzusehen und trägt dazu bei, Kinder an die Natur heranzuführen.



Warum sind im Moment so wenig Vögel an den Futterhäusern?


Viele Naturfreunde fragen im Moment besorgt bei natur&ëmwelt nach, warum sich bisher so wenig Vögel an den Futterhäusern aufhalten. Die Antwort ist recht einfach: bislang war der Winter sehr mild, durch die meist zweistelligen Temperaturen, war an Schnee noch nicht zu denken.


Das ist der Grund, warum die nordischen Wintergäste, die bei starken Temperatureinbrüchen normalerweise in unsere Gegenden „flüchten“ noch nicht angekommen sind. Weiter finden die Vögel bislang auch noch genügend Nahrung in den Wäldern, sodass für sie ein Aufsuchen der Futterstellen noch nicht nötig ist.


 Wenn die Temperaturen dann in den nächsten Wochen fallen sollten und die Nahrungsmassen beispielsweise durch Schnee abnehmen, werden die Vögel auch wieder in die Gärten kommen, um hier an den Futterstellen Nahrung zu suchen.


Neben den milden Temperaturen gibt es einen weiteren Grund für den Rückgang der Vögel an den Futterplätzen. Es werden zurzeit allgemein Bestandsrückgänge verschiedener Vogelarten festgestellt was u.a. durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Flächenverbrauch durch Bebauung bedingt wird.


Demzufolge, dass der Lebensraum der Arten kleiner wird, erhöht sich die Konkurrenz innerhalb und zwischen den Arten wodurch es entsprechend Gewinner und Verlierer gibt.




Winterfütterung: Vögel füttern, aber richtig!


Laut natur&ëmwelt ist einer Fütterung der Vögel, welche in den Wintermonaten in unsere Gärten kommen, nichts entgegenzusetzen. Dennoch sollte man sich bei der Winterfütterung an einige Grundregeln halten:


•    Für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern: Sonnenblumenkerne und Körnermischungen.


•    Für Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln: Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie.


•    Für Meisen und Spechte: Meisenknödel. Diese kann man mit Rinderfett und Sonnenblumerkernen auch selbst anfertigen.


•    Nach Möglichkeit soll darauf geachtet werden, dass es sich um ambrosiafreies Vogelfutter handelt.


•    Um die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern, sollten die Tiere nicht im Futter herumlaufen. Tote Vögel am Futterplatz weisen auf eine Infektion hin, in diesem Fall soll man die Fütterung sofort abbrechen und das Futterhaus gründlich desinfizieren.


Das Futter sollte auch bei starkem Wind und Regen nicht durchnässt werden. Die Salmonellenerkrankung tritt häufig an besonders großen Futterstellen auf, die von vielen Vögeln besucht werden. Mehrere kleine Futterstellen sind deshalb günstiger als große.


Deshalb verwenden Sie am Besten Futtersilos, da hier das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können.


•    Brot sollte man auf keinen Fall verfüttern.



Weitere Informationen und Beratung zur Wintervogelfütterung erhalten Sie bei natur&ëmwelt im Haus vun der Natur auf Kockelscheuer (www.naturemwelt.lu, 29 04 04 1).

 


François Benoy-  Photo Tom Conzemius